Aus für Kleingärten: Stadt Bochum reagiert auf Pächter-Kritik

Aktualisiert: 02.12.2023, 12:04 | Lesedauer: 3 Minuten Gernot Noelle

Direkt neben einem Friedhof liegen die Parzellen des Grabelandes in Bochum, das die Kleingärtner bald verlassen müssen.

Foto: Gero Helm / FUNKE Foto Services

Bochum.  Die Stadt Bochum hat Pächtern eines Grabelandes gekündigt. Nach einer Aussprache vor Ort will sie den Kleingärtnern nun entgegenkommen.

Der Schock war groß, als die Pächter des Grabelandes zwischen Hauptstraße und In der Schornau in Bochum-Langendreer Anfang Oktober Post von der Stadt bekamen. Darin wurde ihnen zum Jahresende gekündigt. Für viele Hobbygärtner ein Problem. Sie sahen sich nicht in der Lage, in der Kürze der Zeit ihre kleinen Oasen zu räumen. Bei einem Ortstermin kam es jetzt zur Aussprache. Mit dem Ergebnis, dass die Stadt den Pächtern entgegenkommen will.

Aus für Kleingärten: Stadt Bochum reagiert auf Kritik der Pächter

Am 25. Oktober habe es den Gesprächstermin in der Grabelandanlage gegeben, so die Stadt. „Wir haben kurzfristig auf den Gesprächswunsch reagiert. Die Teilnahme war sehr rege“, teilt Sprecherin Tanja Wißing auf WAZ-Anfrage mit. „Bei diesem Gespräch haben wir den Pächtern mitgeteilt, dass – ungeachtet der Beendigung der Verträge zum 31. Dezember 2023 – allen Pächtern bis zum 31. März 2024 Zeit bleibt, um die Pachtflächen zu räumen.“

Man habe ebenso mitgeteilt, „dass alle Bepflanzungen, also Bäume, Sträucher, Hecken etc., auf den Parzellen verbleiben können, auch wenn diese auf Grundlage der vertraglich vereinbarten Nutzung gar nicht vorhanden sein dürften“. Denn, so erklärt es die Stadt: Im Gegensatz zu einem Kleingarten diene die Nutzung von Grabeland ausschließlich zum Anbau einjähriger „Erzeugnisse“ für den Eigenbedarf.

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