Nach Kulturpreis-Ärger: Das soll mit 15.000 Euro passieren

08.12.2023, 14:34Nach der Preisablehnung von Autorin Sharon Dodua Otoo wurde die Vergabe des Bochumer Peter-Weiß-Preises nun neu diskutiert.

Nach der Preisablehnung von Autorin Sharon Dodua Otoo wurde die Vergabe des Bochumer Peter-Weiß-Preises nun neu diskutiert.

Foto: Jens Kalaene / dpa

Bochum.  Nachdem Autorin Sharon Dodua Otoo den Bochumer Peter-Weiss-Preis abgelehnt hat, wird er nicht neu vergeben. Das hat die Jury mit dem Geld vor.

Die Jury des Peter-Weiss-Preises hat sich am Freitag (8. Dezember) erneut zusammengesetzt, um über eine Vergabe zu diskutieren. Der mit 15.000 Euro dotierte Kulturpreis der Stadt Bochum sollte im kommenden Jahr eigentlich an die deutsch-britische Schriftstellerin Sharon Dodua Otoo verliehen werden. Die 51-Jährige hatte jedoch erklärt, den Preis nicht anzunehmen, nachdem ihr vorgeworfen wurde, vor circa acht Jahren die israelkritische Organisation „Artists for Palestine UK“ öffentlich unterstützt zu haben.

Bochumer Peter-Weiss-Preis soll nicht neu vergeben werden

Israel-Boykott? Ärger um Kulturpreis – Autorin reagiertDie Jury hat sich in der Sitzung dazu entschieden, den Preis nicht an eine andere Person zu vergeben. Das Preisgeld soll stattdessen an die gemeinnützige Initiative „Gesellschaft im Wandel“ gespendet, die sich für den Dialog zum Thema Nahostkonflikt an deutschen Schulen stark macht. Auch Sharon Dodua Otoo nahm an der Sitzung teil.

Die Auszeichnung, benannt nach dem Autor, Dramatiker, Maler und Filmemacher Peter Weiss, wird seit 1990 alle zwei Jahre an eine Persönlichkeit aus einer der Sparten Literatur, Theater, bildende Kunst und Film vergeben.

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